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Marlene Dietrich begann
vermutlich 1922 ihre Filmkarriere. Sie selbst machte darüber jedoch keine
Aussagen bzw. bestritt sogar in einigen Filmen, in denen man sie zu
erkennen glaubte, mitgewirkt zu haben. Josef von Sternberg schließlich
besetzte die Schauspielerin neben Emil Jannings in der Heinrich
Mann-Verfilmung "Der blaue Engel". Mit einem Schlag wurde Marlene
Dietrich durch die Rolle der feschen
Lola berühmt. Sternberg nahm seinen Schützling mit nach Hollywood,
änderte drastisch ihr Aussehen und machte sie zu einer mystischen,
glamourösen Liebesgöttin. Sternbergs und Dietrichs Filme wurden von der
Kritik der damaligen Zeit stark angegriffen. Erst später fanden sie
Anerkennung. Marlene Dietrich versuchte aber auch dem Image der entrückten
Diva zu entkommen und spielte andere Rollen wie in "Engel" und
"Sehnsucht" unter der Regie von Ernst Lubitsch, in denen sie ihr
übriges Talent unter Beweis stellen konnte.
Ihre wichtigsten Filme:
"So sind die Männer" (1922)
"Der blaue Engel" (1930)
"Marokko" (1930)
"Entehrt" (1931)
"Shanghai Express" (1932)
"Blonde Venus" (1932)
"Die scharlachrote Kaiserin" (1934)
"Der Teufel ist eine Frau" (1935)
"Sehnsucht" (1936)
"Engel" (1937)
"Der große Bluff" (1939)
´Martin Roumagnac" (1946)
"Eine auswärtige Affäre" (1948)
"Die rote Lola" (1950)
"Engel der Gejagten" (1952)
"In achtzig Tagen um die Welt" (1956)
"Zeugin der Anklage" (1958)
"Im Zeichen des Bösen" (1958)
"Das Urteil von Nürnberg" (1961)
Während des Krieges trat die
entschiedene Nazi-Gegnerin bei Wohltätigkeitsveranstaltungen und bei der
amerikanischen Truppenbetreuung auf. In den 50er Jahren startete sie eine
sehr erfolgreiche Gesangskarriere. 1979 zog sich Marlene Dietrich völlig
aus dem öffentlichen Leben zurück und wohnte seitdem abgeschottet und
vereinsamt in ihrer Pariser Wohnung. Zuletzt trug auch dieser radikale
Rückzug zum "Mythos Marlene" bei.
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